Back to Top

Dipl.-Psych. Christoph Pfundt

Qualitätssicherung

Zwischen 2000 und 2003 führte ich bei meinen Patienten mit Hilfe der SCL (Symptom-Check-List, Kurzversion 53 Items) eine Outcome-Studie mit in dieser Zeit 73 abgeschlossenen Fällen durch. Ich berechnete die Effektstärken nach der Formel von Prof. K. Grawe: Mittelwert Post – Mittelwert Prä / Standardabweichung gepoolt. Sie sehen, dass über alle Symptombereiche Somatisierung, Zwanghaftigkeit, Unsicherheit, Depression, Ängstlichkeit, Aggression, Phobie, Paranoidität und Psychotizismus die Symptome sich nach der Behandlung sich im Mittel signifikant reduzierten. Die gesamte Symptombelastung lag am Anfang der Behandlung im Mittel bei 1,6 am Ende bei nur noch 0,59, was den Effekt der Behandlung nachweist. Auch die am Gesamtwert gemessene Effektstärke (GSI) von 1,6 liegt über dem Durchschitt der in der Literatur berichteten Behandlungseffektstärken.

Außerdem untersuchte ich den Zusammenhang zwischen der Behandlungseffektstärke und der Behandlungsdauer. Es ist zu erkennen, dass schon nach kurzer Zeit, d.h. innerhalb der 25 Therapiestunden, hohe Effekte erzielt wurden und der Erfolg nicht abhängig von der Zeit war, die aufgewendet wurde. Dies spricht für ein gutes Verhältnis der Dose-Effect Relationship (vgl. Glass, G.V. & Kliegl, R.M., 1983: Beziehung zwischen Dauer der Therapie und Effektstärke. Journal fo Consulting and Clinical Psychology, 51, S.32-33; sowie Howard, K.I. et al., 1986): Die meisten bekamen soviel Behandlungszeit und Aufmerksamkeit, wie sie zur Veränderung benötigten, und wurden gut begrenzt „nachbeeltert“.